Fundstück #1: Sternennacht von Van Gogh zum Leben erweckt

Die Anwendung ist schon vor einem Jahr zum ersten Mal erschienen, aber ich finde sie einfach so schön, dass ich ihr einen Ehrenplatz in meinen Eulen aus Athen geben wollte.

Wer Pertros Vrellis interaktive Animation zu Van Goghs Sternennacht noch nicht kennt, hier das Video

Die interaktive Animation gibt es übrigens auch für iPads (ab iOS Version 3) zum selber Interagieren (Stichwort „Starry Night Interactive Animation“, für 1,79€).

Zum Genießen schön!

talentLMS

E-Learning für alle

Obwohl es eigentlich keine richtige Definition für „lebenslanges Lernen“ gibt, werden die meisten mit dem Kopf nicken, wenn man sagt, dass es heute unabdingbar ist, sich ständig weiterzubilden. Ich weiß nicht, ob sich die alten Griechen auch schon Gedanken darüber gemacht haben, aber laut Wikipedia versucht man zumindest seit dem 16. Jahrhundert, das Lernen technisch so zu unterstützen, dass es einfacher wird (in dem Fall mit Ramellis Bücherrad).

Inzwischen hat sich in Universitäten und großen Unternehmen das Prinzip des E-Learning weitgehend durchgesetzt: Statt oder in Ergänzung zu bestimmten Kursen oder Workshops werden für Mitarbeiter und Studenten die Materialien so aufbereitet, dass sie auch zwischendurch einen Kurs besuchen oder eine Übung durchführen können.

Wie machen das aber kleinere Unternehmen, die keine Ressourcen haben, um eine umfangreiche Plattform für ihre Mitarbeiter aufzubauen und diese kontinuierlich mit Inhalten zu füllen?

talentLMS-Startseite

E-Learning in der Cloud

Diese Frage haben sich auch die beiden griechischen Unternehmer Dimitris Tsigos und Athanasios Papagelis gestellt und talentLMS aus der Taufe gehoben. „Wir sind der Überzeugung, dass kleine und mittelständische Unternehmen sich des Themas E-Learning nur annehmen, wenn es extrem einfach für sie ist, ihren Mitarbeitern Lerninhalte bereitzustellen“, so Athanasios Papagelis im Interview. Um das zu erreichen, haben sie ihre ganze Erfahrung aus dem Bereich E-Learning zusammengetragen und ein neues Produkt entwickelt, das sich um das Thema Effizienz und Zeitoptimierung dreht: Wiederverwendung vorhandener Ressourcen als Lerninhalte, wie Videos, Folien etc., vordefinierte Einstellungen, um sehr schnell produktiv gehen zu können, Cloud-basierter Ansatz, um jegliche technische Hürde von den Nutzern fernzuhalten, und Mobilität, da gerade die Zeit, in der man unterwegs ist, optimal für Kurse genutzt werden kann.

Wie einfach es tatsächlich ist, kann man auch in diesem kleinen Video sehen:

Epignosis: Mit eFront bereits Marktführer im Bereich Open Source E-Learning Software

Das griechische Unternehmen Epignosis (Griechisch für „Bewusstsein“), das hinter talentLMS steht, ist bereits heute einer der größten Anbieter von E-Learning-Software weltweit. Angefangen haben sie  als kleiner Dienstleister im Jahr 2003. Den Durchbruch bescherte ihnen das Open-Source-Produkt eFront mit inzwischen über 200.000 Nutzern weltweit. Heute wird eFront in fast alle Vergleichen als erstes oder als eines der ersten Tools genannt (siehe auch Blog schulezweipunktnull oder im webresourcedepot)

Ein kleines Intro in eFront gibt es übrigens hier auf Deutsch:

Das Unternehmen haben die beiden Gründer selbst und ohne Fremdfinanzierung aufgebaut. „Basierend auf unserer Erfahrung mit eFront haben wir mit talentLMS quasi ein internes Startup gegründet, um einen Lücke zu schließen, die für kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einführung von E-Learning-Software immer offensichtlicher wurde“ so Athanasios. Der Mut gibt ihnen Recht: Obwohl talentLMS  erst im Oktober 2012 online ging, arbeitet die Geschäftseinheit bereits jetzt profitabel. Epignosis ist natürlich nicht alleine auf dem Markt, aber auch andere Unternehmen, wie Litmos (www.litmos.com) oder mindflash (www.mindflash.com), müssen sich erst einmal beweisen.

Optimal für den europäischen Markt

Da viele der anderen Unternehmen sehr auf den englischsprachigen Markt fokussieren, ist das griechische Unternehmen mit seinem Angebot in Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und – natürlich – Griechisch für den europäischen Markt besonders prädestiniert. Hinzu kommt der Funktionsumfang (siehe auch die YES-Liste), den talentLMS bietet.

Beim Themen Lehren und Lernen hat Griechenland und Europa seit ca. 3000 Jahren die Nase vorne. Da ist es eigentlich selbstverständlich, dass das auch beim Thema E-Learning so ist!

Instabuck

Digitale Güter selbst online vermarkten und verkaufen

Nicht jeder, der ein Buch schreibt, ein Musikstück aufnimmt oder auch Software implementiert, weiß, wie man diese online vermarktet oder online verkaufen kann. Und selbst wenn er es weiß, ist ein eigener Shop mit viel Aufwand verbunden, der sich eigentlich nur bei den wenigsten lohnt. Aus diesem Grund werden digitale Produkte vor allem über die großen Stores wie den App Store von Apple oder Google Play vertrieben, aber die nehmen sehr große Provisionen pro Verkauf und helfen gerade kleineren Autoren, Musikern oder Entwicklern kaum bei der Vermarktung.

instabuck

Genau diese Lücke haben die griechischen Unternehmer aus Thessaloniki, Nick Papanotas, Kostas Theodorou, George Kravas und Panagiotis Mavrikos, gesehen und instabuck entwickelt. Das Problem haben sie, wie so oft, per Zufall entdeckt. Seit ca. drei Jahren führen sie das griechische Unternehmen venturegeeks in Thessaloniki: „Beim Bearbeiten eines Kundenprojekts haben wir festgestellt, dass selbst wir als Experten mehrere Tage benötigen, um die Seite aufzusetzen, die Zahlungsmechanismen umzusetzen, zu testen etc. So kam uns die Idee, eine Plattform zu schaffen, über die ein Musiker oder ein Autor mit wenigen Klicks online gehen kann“ so Nick Papanotas.

In drei Schritten zum eigenen online Shop

Ziel von instabuck ist es, dem Musiker, Autor oder auch Softwareentwickler mit wenigen Klicks alles bereitzustellen, um sein Produkt zu vermarkten und zu verkaufen. Neben der Abwicklung des Zahlungsvorgangs beim Kauf bietet die Plattform auch die Möglichkeiten, einfach eine Landingpage für das Produkt zu erstellen oder ein Affiliate-Programm aufzusetzen, über das andere dann Werbung für das digitale Produkt machen und mitverdienen können.

Sie haben sogar an ein eingebautes A/B-Testing gedacht, also die Möglichkeit unterschiedliche Startseiten parallel zu testen, um herauszufinden, welche für die Kunden am meisten anspricht.

„Wichtig war uns, dass der Künstler direkt vom Kauf profitiert und die gesamten Einnahmen bekommt. Hier unterscheiden wir uns auch von anderen Plattformen, in denen bei jedem Verkauf ein Anteil an die Plattform geht oder eine hohe Einstiegsgebühr verlangt wird“, so Nick Papanotas. Instabuck erhebt nur eine monatliche Gebühr, die von der Anzahl der digitalen Produkte und der Anzahl der Landingpages abhängt – mit 4,99 € im Monat geht’s los. Natürlich gibt es auch eine Möglichkeit die Anwendung kostenlos zu testen.

Das Unternehmen und erste Erfolge

Die Unternehmer von Instabuck haben selbst viele Jahre Erfahrung als Entwickler und Unternehmer mit venturegeeks gesammelt. Vor ca. 1,5 Jahren haben die Gründer mit der Entwicklung von Instabuck begonnen und sind seit wenigen Monaten online. Inzwischen haben sie, ohne viel Marketing zu machen, bereits über 1000 Kunden und sind gerade dabei eine Community aufzubauen. Dass die Nutzung wirklich einfach ist, zeigt auch ihr vielleicht ungewöhnlichster Kunde: ein griechisch-orthodoxer Priester in den USA, der über die Plattform christliche Bücher als e-books vertreibt.

Interessant finde ich auch, dass sie bisher vollständig ohne Fremdfinanzierung ausgekommen sind und das gesamte Projekt neben ihrer Tätigkeit bei venturegeeks hochgezogen haben. Natürlich sind ist Instabuck nicht alleine auf dem Markt, aber gerade die Einfachheit in der Aktivierung, die zusätzlichen Funktionen, wie A/B-Testing und Landingpages, sowie die Tatsache, dass der Künstler das Geld sofort und ohne Abzüge bekommt, macht die Anwendung im Vergleich zu clickbank aus den USA oder dem litauischen Startup sellfy sehr attraktiv.

Der Trend zur Selbstvermarktung von Künstler ist ja sowieso schon da, jetzt gibt es auch ein Werkzeug, mit dem man das sehr einfach umsetzen kann.

Would you have invested?

Besuch in der Startup-City Athen

Ich kann mich noch daran erinnern, als vor vielen Jahren ein Bild als E-Mail die Runde machte. Es war ein Foto  mit dem Titel „would you have invested?“, auf dem eine Gruppe mit 11 Personen gezeigt wurde, die bei der Gründung oder sehr früh bei Microsoft dabei waren (das Bild gibt es übrigens hier: http://www.museumofhoaxes.com/photos/microsoft.html).

Irgendwie musste ich letzte Woche an dieses Bild denken. Ich war für ein paar Tage in Athen meine Eltern besuchen und habe mir gedacht, ich schau mal bei den Innovatoren vorbei, über die ich hier im Blog geschrieben habe. Da es doch schon eine ganze Menge waren, gab mir Christina Tsakona (übrigens eine Rechtanwältin, die sich auf Startups spezialisiert hat) den Tipp, doch alle ins 123p einzuladen, einem Arbeitsplatz für Startups  und sehr schönen Räumen im Zentrum von Athen.

Gesagt, getan. Ich habe mich sehr gefreut, dass sehr viele „meiner Eulen“, aber auch ein paar neue Gesichter dabei waren. Im Laufe des Abends kamen ca. 20 Gründer und wir hatten ein sehr schönes Treffen mit vielen Diskussionen über Griechenland, Deutschland, deren Beziehungen und Möglichkeiten und natürlich über griechische Startups.

Irgendwann zwischendrin haben wir ein Foto gemacht. Ich würde mich freuen, wenn es in 5 oder 10 Jahren auch einmal die Runde macht und sich einige ärgern, nicht früher investiert zu haben:

Whould you have invested in greek startups?

Whould you have invested in greek startups?

Vordere Reihe (von links nach rechts) : Nick Tsamis (eventora),  Ioannis Sclavos (123p), Dimitris Tsirikos (jupitee),  Christina Tsakona (Startup Rechtsanwältin),  Nektarios Sylligardakis (erasus),  konstantinos kyranakis (yepp),  George Terezakis (radiojar)

Hintere Reihe (von links nach rechts): Wassilios Kazakos (ich), George Giannakeas (warply), Gregory Zontanos (locish),  Alexandros Trimis (dopios),  Nikos Anagnostou (scicada, metablogging.gr),  Kostas Arkadas (parking defenders), Apostolos Apostolakis (e-food.gr, e-shop.gr, taxibeat, doctoranytime)

Das Foto hat übrigens die Journalistin Elina Makri mit meinem iPhone gemacht und einen sehr netten Beitrag über mein Blog und mich bei Dialogger.eu der Konrad Adenauer Stiftung geschrieben (auf Griechisch).

Ich freue mich über so viel Interesse und vor allem so viel Unternehmergeist. Ich bin sicher, dass wir das wiederholen werden.

Jupitee

WordPress für Apps

Vor 10 Jahren war es noch unvorstellbar, dass quasi jede Person, jedes Unternehmen, jedes Hotel, jedes Event im Web mit einer eigenen Webseite vertreten sein würde. Über hunderte von entsprechenden Angeboten ist es inzwischen möglich, einfach und mit wenigen Klicks seine eigene Webseite zu erstellen. Ich habe es mit WordPress ja auch geschafft und dafür habe ich mein Informatikstudium sicherlich nicht gebraucht. Ein Unternehmen, das nicht im Internet ist, existiert quasi nicht.

Wenn man nun sieht, wie rasant sich die Entwicklung von Apps entwickelt, dann liegt es auf der Hand sich zu überlegen, wie man die App-Entwicklung selbst genauso einfach machen kann wie die Webseiten-Entwicklung. Genau dieser Frage haben sich die Gründer des griechischen Unternehmens Jupittee gestellt und eine Plattform geschaffen, mit der die „Entwicklung von Apps so einfach sein soll, wie die Entwicklung von Webseiten mit WordPress“, so Dimitris Tsirikos, der zusammen mit Vassilis Salis und Panagiotis Gogos das Unternehmen dinocleus gegründet, dass Jupitee entwickelt.

Das Prinzip

Das Prinzip ist denkbar einfach: Nach der Anmeldung klickt man sich durch einen Wizzard, über den man z. B. die Art des Unternehmens auswählt, das man präsentieren will, und dann Schritt für Schritt durch die einzelnen Menüs und Inhalte, die die App enthalten soll. Über die Jupitee-Preview-App, die man im AppStore kostenlos herunterladen kann, sieht man schnell, wie die fertige App aussieht. Danach gibt man nur die Freigabe und schon geht die App ihren Weg in den Appstore.

„Unsere Zielgruppe sind im Prinzip alle Unternehmen, die neben ihrem Webauftritt eine eigene App haben möchten, seien es Hotels, Restaurants, Hotels, Theater, Musiker, Festivals, Sportvereine, Shops etc. Und davon gibt es unendlich viele“, so Dimitris im Gespräch.

Ich wollte das natürlich gleich mal ausprobieren und habe in 5 Minuten eine kleine App für Eulen aus Athen gebaut:

Eulen aus Athen App

„Als Show-Case bauen wir gerade eine App für die Insel Santorini, um Urlaubern die besten Orte, Strände und Bars zu präsentieren“ erzählt mir Dimitris. Das ist sicher eine tolle Idee, auch für andere Urlaubsorte oder für das Stadtmarketing allgemein.

Das Unternehmen

Im Gegensatz zu vielen anderen Startups haben die drei Gründer Vassilis Salis, Panagiotis Gogos und Dimitris Tsirikos bereits viele Jahre Erfahrung in der Entwicklung und im Aufbau eines Unternehmens. Alle haben früher lange bei Singular Logic gearbeitet, einem der größten IT-Dienstleister Griechenlands, bis sie vor etwas mehr als einem Jahr beschlossen haben, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Erst haben sie sich als App-Entwickler mit dem Unternehmen dinocleus selbstständig gemacht und diverse Umsetzungsprojekte für Apps durchgeführt. Hieraus entstand dann die Idee, einen generischen Mechanismus zu schaffen, um Apps zu entwickeln – das Ergebnis ist Jupitee, das gerade mal seit zwei Monaten online ist und bereits mehrere hundert Anmeldungen hat. Obwohl sie alles ohne Fremdkapital aufgebaut haben, beschäftigen sie bereits 3 weitere Entwickler, die ihnen helfen ihren Traum zu realisieren.

Das Geschäftsmodell

Da der Service komplett über das Internet abgewickelt wird, ist das Geschäftsmodell ein einfaches Abo-Modell. Über eine geringe monatliche Gebühr, die von der benötigten Funktionalität abhängt, kann man seine App gestalten und seinen Kunden bereitstellen. Am Ende macht es die Masse, daher suchen die Gründer aktuell auch Reseller auf der ganzen Welt, die ihre Plattform nutzen, um die Welt mit Apps zu versorgen. Bei Interesse kann ich natürlich gerne einen Kontakt herstellen.

Um es mit den Worten von Jupitee zu sagen: Now it’s App to you!

dopios

Ein Freund zeigt dir die Stadt, die er liebt

Die paar Tage in Wien über Silvester waren toll und wie immer viel zu kurz. Das Beste für mich an Wien und natürlich auch an vielen anderen Städten ist, dass ich dort Freunde habe, die allein schon den Besuch wert sind, und die einem auch die Stadt aus ihrer ganz eigenen Sicht zeigen können. Wäre es nicht toll, wenn man in jeder Stadt einen begeisterten Einheimischen hätte, am besten noch mit ähnlichen Interessen wie man selbst?

Genau das müssen sich die Gründer Alexandros Trimis, Nikos Sarilakis, Anand Henry und Manolis Kounelakis gedacht haben, als sie dopios gründeten. „Dopios“ ist das griechische Wort für „Einheimischer“ (engl. „local“) und verbindet über einen sozialen Marktplatz einheimische Enthusiasten mit Besuchern einer Stadt.

dopios_athen

Erlebe eine Stadt mit Freunden und Gleichgesinnten

„Im Vordergrund von dopios steht die interessante Erfahrung für den Reisenden und der Stolz der Einheimischen, ihre Stadt zu präsentieren“ erklärt mir Alexandros Trimis. Es geht also weniger darum, schnell viel Geld als Führer zu verdienen, sondern darum, interessant Leute kennen zu lernen und etwas Besonderes in einer Stadt zu erleben. Hier bietet ein Einheimischer natürlich ganz andere Einblicke in „seine“ Stadt, als ein Reiseführer. Dabei ist es egal, ob es Ausflüge an besondere Orte sind, Essen bei einer Familie vor Ort, gemeinsames Olivensammeln, ein Kurztrip auf einer privaten Yacht oder eine kleine Motorradtour mit einem Redakteur einer lokalen Motoradzeitschrift, wie im folgenden Video des BBC:

Über die zentrale Webseite www.dopios.com werden sukzessive immer mehr Städte freigeschaltet. Aktuell kann man sich schon bei Einheimischen in Athen und San Francisco melden.

Weit mehr als ein Fremdenführer

dopios ist mehr als ein Fremdenführerportal: „Wir legen sehr viel Wert auf die Qualität der Angebote und haben einen Bewerbungsprozess, über den wir steuern, welche Personen sich bei dopios registrieren“ so Alexandros Trimis. Sie wollen damit vor allem Personen gewinnen, die aufgrund ihrer Interessen auch ein außergewöhnliches Angebot unterbreiten können. So werden die dopios-locals (oder auf Griechisch dopioi) nach Kategorien wie „Kunstliebhaber“, „Shopper“, „Nachteule“, aber auch „Techie“ klassifiziert. Warum sich nicht mal mit einem Hip-Hopper ins Nachtleben von San Francisco stürzen, mit dem Gründer von bugsense eine Bike-Tour durch die Wälder um Athen machen oder mit dem Gründer von Cookisto einen Spaziergang zur Akropolis (sie sind tatsächlich alle bei dopios registriert). Sie haben bestimmt viel Interessantes zu erzählen und auf jeden Fall etwas anderes als eine „normaler“ Fremdenführer.

dopios_rob nasty rocker

Das Unternehmen und die Gründer

Auch wenn der Name „dopios“ supergriechisch ist, müsste ich eigentlich von einem griechisch-amerikanisch-indischem Unternehmen reden. Die beiden Gründer Alexandros Trimis und Nikos Sarilakis haben in Thessaloniki studiert und sind dann nach San Francisco gegangen, wo sie in unterschiedlichen Unternehmen gearbeitet haben. Dort haben sie auch den dritten Gründer Anand Henry kennengelernt, der ursprünglich aus Indien kommt, und gemeinsam das Unternehmen gegründet. Alexandros wird jetzt seine Basis in Athen aufbauen, während Nikos und Anand weiter von San Francisco aus operieren. Wenn Anand dann noch die Basis in Indien aufbaut, haben wir schon ein weltumspannendes Unternehmen 😉

Angefangen hat dopios übrigens mit einem kleinen Facebook-Experiment, in dem sie die Idee vorgestellt haben. Als sie nach 4-5 Tagen bereits über 1000 „Likes“ hatten, haben sie beschlossen loszulegen. Die erste Zeile Code wurde am 10.01.2012 geschrieben, also genau vor einem Jahr und seit Dezember sind sie in der privaten Beta-Phase, um der Anwendung den letzten Schliff zu geben. Athen und San Francisco sind startklar, Istanbul und London sind als nächstes dran. Wenn du deine Stadt liebst und dopios für deine Stadt anbieten willst, dann kannst du dich auch über die Webseite bei den Gründern melden.

Wo ist eigentlich die deutsche Presse?

Neben der griechischen Presse sind auch schon die BBC und der Guardian auf dopios aufmerksam geworden. Wo bleibt eigentlich der Spiegel, die FAZ, die Zeit, der Stern oder meinetwegen auch die Bildzeitung? Ich würde mich freuen, wenn ich mal über so spannende Themen in Deutschland lesen würde und nicht alles selber schreiben müsste.

Wenn dopios nach Karlsruhe kommt, melde ich mich an – versprochen!