Clockwork Brain

Schönes Spiel zum Gehirntraining mit Steampunk-Ästhetik

Ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt: Ich mag Computerspiele seit meiner Kindheit am Commodore 64. Wie wir im Beitrag über Kinems gelernt haben, können Spiele auch lernfördernd sein. Inzwischen spiele ich nur noch sehr selten und wenn, dann Spiele, die ich mal so nebenbei im Zug oder abends spielen kann, ohne mir gleich einen Tag frei nehmen zu müssen.

Ein Spiel, das es mir in letzter Zeit angetan hat, ist Clockwork Brain vom griechischen Unternehmen und Spielehersteller Total Eclipse. Die Idee ist einfach: In einer Reihe kleiner Wort- und Zahlenspiele kann man seine Geschicklichkeit und sein Gedächtnis trainieren. Das Spiel ist sehr  liebevoll  designt und die Einzelspiele  so originell, dass es unheimlich Spaß macht, die „Challenge“ anzunehmen.

Durch die Spiele wird man begleitet von Sprocket, eine Art viktorianischem Roboter. Überhaupt erinnert das  gesamte Design an Steampunk, einer literarischen und künstlerischen Strömung, die moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft.

Die Basisversion ist kostenlos in App-Stores zu haben. Wer Casual Games zum Gedächtnis- und Geschicklichkeitstraining mag, sollte es einfach mal ausprobieren.

Hier noch mein Highscore. Ich nehme die Challenge auf.

WK-Highscore

Selbst meine Frau, die eigentlich kein Fan von Computerspielen ist, hat das Fieber schon gepackt.

Besonders  gefreut habe ich mich über den dezenten Hinweis, der ab und zu auftaucht: „Clockwork Brain was designed and developed in Greece“.

Für echte Spielefans lohnt sich bestimmt auch ein Blick auf die anderen Spiele von Total Eclipse.

Designlobby.asia

Wie Design aus Europa nach Asien kommt

Bei meinen Recherchen nach griechischen Innovationen und Startups ist mir immer wieder eine Vielfalt an unterschiedlichen Designs aufgefallen. Von Font-Designs, die weltweite Anerkennung finden, über modernes Webseiten und klassische Printdesign bis hin zu hochkarätigem industriellen Design ist eigentlich alles vertreten. Seit einiger Zeit überlege ich mir daher schon, wie ich die mal in dieses Blog einbinden kann, ohne ein ganz neues Fass aufzumachen und über jeden tollen Designer einzeln zu berichten.

Die Gelegenheit hat sich dann zufällig ergeben, als ich vor ein paar Monaten in Berlin war und mich mit Max van der Ahé über Setupyourstartup geredet habe. Max erwähnte einen sehr rührigen und sympathischen Griechen, der systematisch ein Netzwerk von Designern aufgebaut hat mit dem Ziel, das europäische und natürlich griechische Design in Asien bekannt zu machen. Eine tolle Geschäftsidee und schöne Geschichte für mein Blog.

DL Logo Asia Orange RGB 150dpi

Stars brauchen Agenten

Kreative sind Künstler und sollten den ganzen Tag das machen, was sie am besten können, also neue Entwürfe gestalten und sich vorstellen, wie die Zukunft aussehen wird. Um das machen zu können, benötigen sie Leute und Netzwerke, die sich um alles andere kümmern. „Ich wollte eine Plattform und eine Dienstleistung schaffen, mit der ich den besten Designern aus Europa eine Möglichkeit gebe sich in den hoch dynamischen asiatischen Märkten zu präsentieren“. Das Ergebnis ist Desginlobby.asia. Das Unternehmen besteht im Wesentlichen aus zwei Aspekten: Zunächst einmal ist es ein Internetportal, auf der sich teilnehmende Designer präsentieren – die schiere Anzahl und Qualität der Entwürfe macht schon großen Eindruck. Die Liste der Kunden erst recht: Nike, Google, Microsoft, Korres, Bugatti und, und, und.

Hier ein paar ausgewählte Designs:

Was jedoch neben dem Webauftritt der viel wichtigere Teil ist, ist die Organisation, die hinter designlobby.asia steckt. Über ein Partnernetzwerk, vor allem im asiatischen Raum, und 2 große Events werden systematisch Designer aus Griechenland und anderen europäischen Ländern in Asien vorgestellt. „Ich bin wie ein Agent für Hollywood-Stars – nur dass ich eben keine Schauspieler, sondern einige der besten Designer aus Griechenland und Europa vertrete“, so Vassilis. Das zeigt auch die Anzahl an internationalen Preisen, die Designer aus Desginlobby.asia gewonnen haben, u.a. von reddot, die Awwwards, Successfull Design und viele mehr.

Designlobby_Awards

Das Geschäftsmodell und der Unternehmer

Vassilios Bartzokas kommt selbst aus dem Bereich Marketing und bezeichnet sich als Business Developer. Vor Desginlobby.asia hat er in Griechenland das Unternehmen Carteco gegründet und geleitet, das heute noch ein führender Anbieter für neue innovative Materialien für Architekten und Designer ist.

Vor einem Jahr hat Vassilis Desginlobby.asia gegründet. Zunächst als Vertretung griechischer Designer. Inzwischen Europäischer und sogar welcher aus Südamerika. Aus privaten Gründen hat er den Sitz übrigens nach Berlin gelegt (also auch kurze Wege für Deutsche Designer) und spannt von dort sein weltweites Netzwerk auf. Designer, die über Designlobby.asia vertreten werden wollen, zahlen einen geringen Beitrag pro Jahr und bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision an Desginlobby.asia.

„Ich bin ein Vermittler und Schutzengel für Kreative“, wie er selbst sagt. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Designlobby ASIA Matchmakers RGB 150dpi

Tripsta.de oder Travalplanet24.com

Gerade habe ich einen neuen Beitrag über eine deutsch-griechische Erfolgsgeschichte gefunden, die gut in dieses Blog passt. Tripsta ist in Griechenland vor allem als Travelplanet24.com bekannt und wurde von Philipp Brinkmann und Kristof Keim in Athen gegründet. Inzwischen feiert es als Reiseportal europaweit große Erfolge.

Startseite

Ich freue ich mich, dass es die beiden es auf Deutsche Startups geschafft haben (wobei ich in dem Fall zumindest von einem deutsch-griechischen Startup sprechen würde).

Hier geht’s zum Beitrag:

http://www.deutsche-startups.de/2013/07/30/deutsch-griechische-erfolgsstory-wie-tripsta-aufgrund-der-finanzkrise-den-reisemarkt-eroberte/

Fundstück #3: Heeeelp.me

Zeitjung.de war schneller

Ich habe eine Liste mit griechischen Unternehmen, die ich demnächst mal auf Deutsch präsentieren möchte. Eins davon war auch heeeelp.me, ein Startup aus Griechenland, das sich zur Aufgabe machen will, die Art zu ändern, mit der sich die Menschen gegenseitig helfen. Ich freue mich, dass mir diesmal die Online-Zeitung Zeitjung.de zuvorgekommen ist.

heeeelp.me-Startseite

Eine Bemerkung aus dem Artikel, die auch meinen Beobachtungen entspricht:

„Griechenland bietet der start-up Community hier im Moment sehr viele Chancen was die Vernetzung einzelner Akteure angeht. Jungen Unternehmern wird auf vielen Events und Konferenzen eine Plattform geboten, um sich kennen zu lernen und Ansichten und Visionen auszutauschen. Diese Art des Networking bildet dabei dann die Basis aller Arten von neuen Partnerschaften und Projekten, was man wirklich als sehr glücklichen Umstand beschreiben kann.“

Auch in folgendem Satz finde ich mich natürlich wieder:

Dopios, BugSense, Taxibeat, Park Around, mist.io, Incrediblue, Workable HR, Codebender, PollFish, Truckbird, Pinnatta und Doctoranytime sind ein paar der zahlreichen, erwähnenswerten start-up Projekte in Griechenland.“

Hier geht’s zum Interview mit Alexandros Melis, einem der Gründer von heeeelp.me: http://www.zeitjung.de/menschen/9217-die-art-revolutionieren-wie-menschen-sich-helfen-das-griechische-start-up-projekt-heeeelpme/

Ich finde es toll, dass weitere deutschsprachige Medien die griechische Jungunternehmerwelle entdecken – und das ohne diesen ständigen Hinweis auf die Krise. Ich wünsche heeeelp.me viel Erfolg.

P.S. Falls ihr weitere deutschsprachige Beiträge über griechische Jungunternehmer seht, freue ich mich über einen Hinweis.

P.P.S Den Hinweis habe ich übrigens von John Economou über Twitter bekommen (@hsoc)

Zusammenarbeit mit der Griechenland Zeitung

Innovation „made in Greece“

Seit dem 10. Juli 2013 arbeite ich mit der Griechenland Zeitung zusammen. Dort findet ihr jetzt eine zehnteilige Serie mit dem Titel Innovation „made in Greece“, in der ich ausgewählte innovative Unternehmen und Startups den Leserinnen und Lesern der Griechenland Zeitung vorstelle. Viele Artikel stammen aus diesem Blog, werden jedoch jeweils aktualisiert und für den Wirtschaftsteil der Zeitung aufbereitet. Die Griechenland Zeitung hat eine Auflage von 10.000, erscheint wöchentlich und ist die größte deutschsprachige Zeitung Griechenlands.

Griechenland_Zeitung_logo

Die Serie startete am 10. Juli 2013 mit einem Beitrag zu Dopios und ist auf zehn Ausgaben ausgelegt. Jede Woche folgt ein weiterer Betrag, den ich dann auch auf diesem Blog unter „Presse“ ergänze.

Lasst euch überraschen oder abonniert gleich die Griechenlandzeitung.

Ich freue mich über die Zusammenarbeit.

Vielversprechend #4: Pandora

Roboter zur Hilfe bei Katastrophen

Wenn nach einer Katastrophe Menschen nicht mehr in das Katastrophengebiet können, müssen Roboter ran. Die Schwierigkeit dabei ist, dass sich diese Roboter zum einen auf sehr unbekanntem und vor auf allem sehr unwegsamen Gelände bewegen müssen, und zum anderen auch noch die Fähigkeit haben sollten, Sachen wegzuräumen oder aufzuspüren.

Pandora-Team

Eine Forschungsgruppe der Universität von Thessaloniki, bestehend aus drei Professoren und vielen Studenten und Mitarbeitern, beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diesem Thema. Dass sie in der obersten „Roboter-Liga“ spielen, haben sie gerade in Eindhoven gezeigt: Dort fand dieses Jahr ein weltweiter Robocup-Wettbewerb statt, in dem Roboter aus unterschiedlichen Ländern und Disziplinen gegeneinander antreten. Im Bereich „Rescue – Best of class in autonomy“ hat das Team Pandora den zweiten Platz in einem Feld von 20 Teilnehmern erreicht.

Ich finde Pandora vielversprechend und ich wünsche dem Team noch viel Erfolg.

Quellen und weitere Informationen: auf Griechisch und auf Englisch.