Cookisto

Fast Slow-Food für dich persönlich zubereitet

Gefüllte Tomaten, Giouvarlakia oder Lammbraten mit Kartoffeln als Hauptspeise, kombiniert mit einem Rotwein aus Nemea oder vom Berg Athos und danach noch ein großes Galaktoboureko … Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Entgegen dem in Deutschland verbreiteten Klischee des Griechen mit der Akropolis-Platte ist die griechische Küche am Kreuzweg der Kulturen auf dem Balkan, der Türkei, Italien, dem Nahen Osten sowie Afrika und in Kombination  mit den tausenden endemischen Pflanzen und Kräutern vermutlich eine der vielfältigsten und einfallsreichsten der Welt – glaubt mir, ich habe schon viel gegessen.

CoverPhotoCookisto

Dennoch breiten sich natürlich auch in Griechenland immer mehr Fast-Food-Ketten und Take-Away-Restaurants aus. Wer hat in der heutigen Zeit noch die Muße, sich jeden Tag ein aufwändiges Gericht zu machen – und die sagenumwobene „Μαμά“ ist auch in Griechenland inzwischen Unternehmerin, Professorin, Rechtanwältin und hat Besseres zu tun, als ihrem Sohn das Mittagessen zu bringen.

Hyper-local peer-to-peer marketplace for food

Das griechische Unternehmen Cookisto hat hier als eins der ersten Unternehmen weltweit die Marktlücke entdeckt und entwickelt nach dem Prinzip der hyperlocal-peer-to-peer-Marktplätze (gibt es dafür eigentlich ein deutsches Wort?) eine Plattform, die Köche und Esser („Foodies“) zusammenbringt. Die Grundidee: Wenn jemand für sich selbst oder seine Familie kocht, macht er einfach ein paar Portionen mehr und bietet sie über Cookisto zu einem fairen Preis an. Ein Foodie sieht das Tagesangebot in seiner Nähe und meldet sich an. Der Koch kann die Anfrage annehmen (oder auch nicht) und der Deal ist gemacht. Manche Köche bringen das Essen sogar, wenn es in der Nähe ist.  Es handelt sich damit um ein ähnliches Geschäftsmodell wie schon bei airbnb9Flats oder auch dem griechischen Unternehmen incrediblue, nur eben für selbstgemachtes Essen. Die Idee und Durchführung war so bestechend, dass sie es gleich ins Finale des europäischen Startup-Wettbewerbs in Holland geschafft haben.

Screenshot

Wer jetzt immer noch kein Hunger hat, kann sich zwischendurch dieses Video anschauen:

Die Gründer und die Geschichte

Michalis Gkontas und Petros Pitsilis haben vor nicht mal einem Jahr die Idee entwickelt und noch Panayiotis Paradellis, Yannis Asimakopoulos und Dimosthenis Nikoudis ins Team geholt. Dabei sind sie von Anfang an sehr professionell vorgegangen und haben (wie inzwischen so häufig in Griechenland) mit einem 0€-Marketing-Budget bereits Erstaunliches erreicht.

DSC_0374a

Michalis Gkontas war für ein Jahr nach seinem Studium auf einem Postgraduierten-Studium in Lyon, Shanghai und Boston und hat in diesem Rahmen die Geschäftsidee entwickelt. Kaum war er fertig, hat er losgelegt. „Wir haben im September die Testphasen abgeschlossen und sind seitdem operativ mit Schwerpunkt Athen. Da wir kein Geld für Marketing hatten, haben wir sehr früh mit der Presse in Griechenland gesprochen, die die Idee toll fand und gleich aufgegriffen hat“, sagt Michalis Gkontas. Nach kaum drei Monaten haben sie bereits 4500 Nutzer und auf der Startseite http://www.cookisto.com/ kann man sehen, wo es demnächst etwas Gutes zu essen gibt.

Finanzierung und Expansion

Nach dem erfolgreichen Start sind sie gerade dabei, ihre erste Finanzierung zu sichern, mit der sie in den nächsten 6-9 Monaten in Griechenland weiter expandieren wollen. „Demnächst wollen wir auch eine mobile App bereitstellen, sodass man immer sehen kann, wo es was in der Nähe zu essen gibt“, so Michalis. Das ist sicherlich auch für Touristen interessant, die mal zu Abwechslung selbstgemachtes griechisches Essen genießen wollen.  Auch der nächste Schritt der Expansion Richtung Italien und Türkei ist schon in Planung.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Athen und habe mich mit Michalis verabredet bei einem Cookisto-Koch in der Nähe schnell etwas Tolles zu essen.

Guten Appetit!

Screenshot_2

incrediblue

Urlaub auf dem Meer

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, auf einer Yacht Urlaub in der Ägäis oder im Ionischen Meer zu machen? Von Insel zu Insel zu schippern und in schönen Häfen Fisch zu essen, in einsamen Buchten die Sonne und den Strand zu genießen oder einfach irgendwo ins blaue Meer zu springen? Meistens verwirft man solche Gedanken sehr schnell: zu kompliziert, wem kann ich beim Mieten einer Yacht überhaupt vertrauen, ist bestimmt sowieso zu teuer – und so bleibt es meist beim Träumen.

Die griechische Firma incrediblue hat sich vorgenommen, das zu ändern. Das Startup aus Volos adaptiert die Idee der sozialen Marktplätze an die Vermietung von Yachten und will über einen Marktplatz für Seetourismus „Yachtbesitzer, Skipper und Urlauber zusammenbringen“, wie Antonis Fiorakis, einer der Gründer von Incrediblue, im Gespräch mit mir sagte. In Zukunft soll Yacht-mit-Crew-buchen so einfach werden, wie das Buchen von Hotels oder privaten Unterkünften schon heute ist.

incrediblue Startseite

Startseite von incrediblue (www.incrediblue.com)

Nicht nur Yachtbesitzer mit vielen Yachten, auch „kleinere“ Yachtbesitzer haben durch die direkte Vermittlung eine einfache Möglichkeit, ihr Angebot über incrediblue zu unterbreiten. Die Plattform übernimmt alle Formalitäten zur Abrechnung und Bewertung. Antonis Fiorakis betont, dass „es nicht viel kosten muss, einen erlebnisreichen Urlaub auf dem Meer zu verbringen“.
Advertisement
Die drei Gründer Antonios Fiorakis, Theodoros Orfanidis und George Gatos und ihr Team transportieren und kombinieren als erstes Unternehmen weltweit das bewährte Geschäftsmodell von der Vermittlung von Privatunterkünften wie AirBNB  oder 9Flats sowie Hotelbuchung à la Booking.com oder HRS mit dem Ziel, Besitzer, Skipper und Urlauber zusammenzubringen. Eigentlich eine naheliegende Idee.

Wieso ist nicht schon früher jemand darauf gekommen ; )

Hier ein Video, in dem Antonis Fiorakis auf der NextWeb 2012 über incrediblue spricht:

incrediblue ist derzeit noch in einer frühen Finanzierungsphase und in Verhandlung mit diversen Venture-Capital-Firmen und Business Angels. Parallel hat incrediblue einen ersten Bestand an verfügbaren Yachten aufgebaut. Ende 2012 soll das System online gehen – gerade rechtzeitig, um den Urlaub 2013 zu planen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

„Aktuell haben wir Yachten aus Griechenland, Kroatien, der Türkei und Portugal im Sortiment. Die Idee und das Geschäftsmodell sind jedoch auf einen weltweiten Markt ausgelegt“, so Antonis Fiorakis. Insofern künftig durchaus auch interessant für Yachtbesitzer und Urlauber an deutschen Küsten. Ich bin gespannt, wann ich die erste Yacht aus meinem Geburtsort Heiligenhafen auf incrediblue.com finde, mit einem der größten Yachthäfen Deutschlands.

Yachthafen Heiligenhafen

Yachthafen Heiligenhafen aufgenommen im Sommer 2012


Advertisement