Athener Entdeckungen

Wenn in einem Beitrag der Mechanismus von Antikythira, Rethink Athens und die Free Thinking Zone vorkommen, dann muss ich auf jeden Fall rebloggen. Hier der Beitrag von Petra über unseren Spaziergang durch Athen.

Megaventory

Lagerverwaltung in der Cloud

Die Lagerverwaltung für jegliche Güter ist nicht nur ein Jahrtausende altes Problem, sondern auch einer der Klassiker der Informatik. Von einfachen Fragen, wie „Wie viele Artikel von einem bestimmten Produkt habe ich noch auf Lager?“ bis hin zu komplexen Warenwirtschafts- und ERP-Systemen mit Überwachung und Planung von Zulieferketten über mehrere Standorte und Produktlinien. Kolosse wie SAP sind damit groß geworden (und immer noch groß) und die Komplexität, die hinter den Systemen von Amazon steckt, ist auch nur zu erahnen.

Man könnte meinen, dass das Thema abgefrühstückt ist, aber wie es so ist mit neuen technologischen Trends: Alte Probleme, werden neu und elegant gelöst und plötzlich ergeben sich neue Chancen und Möglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen.

Megaventory_Startseite

Cloud als Chance, auch für Kleine

Einen Trend, den man seit einiger Zeit beobachten kann, ist, dass mit der Verlagerung aller Geschäftsprozesse in die Cloud die Nutzung von Software plötzlich auch von kleineren Unternehmen einfach wird, die vielleicht keine mehrköpfige IT-Abteilung zur Verwaltung der Software haben. Das griechische Unternehmen Megaventory adressiert genau diese Unternehmen, die mit wenigen Mitarbeitern Handel betreiben und weder die Mittel noch den Bedarf für eine schwergewichtige IT haben. Angefangen hat alles, als Dr. Kostis Mamassis einen eShop für Tauchausrüstung auf Chios aufbauen wollte. Obwohl 2008 die ersten Cloud-Ansätze bereits da waren, gab es für jemanden wie ihn keine geeignete Software zur Lagerhaltung, die ohne eigene Administration auskam. So ist die Grundidee von Megaventory entstanden.

Megaventory_Funktionen

Internationaler Kundenstamm

Ich habe mich lange mit Dimitris Athanassiadis über die Chancen in diesem hoch kompetitiven Markt unterhalten. Er war lange Dienstleister für Megaventory, bevor er selbst ins Team gewechselt ist. „Seit der initialen Idee haben wir das Unternehmen sukzessive ausgebaut. Mit der Verlagerung der gesamten Verwaltung der Lagerhaltung in die Cloud war Megaventory eines der ersten Unternehmen, das mit einem extrem günstigen Kostenmodell plötzlich attraktiv für die ‚kleinen‘ Händler weltweit wurden“, so Dimitris. Inzwischen hat Megaventory hunderte Kunden weltweit und das komplett ohne Fremdfinanzierung. Interessanterweise sitzen die Kunden weniger in Griechenland, sondern in den USA, in Japan und Australien – da, wo sich die Cloud-Ansätze schon früher durchgesetzt haben. Erste Kunden aus Deutschland haben sie auch schon. Die Cloud macht es möglich.

Übrigens, wer bei der Cloud-Diskussion immer gerne die Angst vor der Speicherung der Daten in Übersee anbringt: Die Server von Megaventory stehen in Deutschland.

tape.ly

Die guten alten Mixtapes sind wieder da!

Über Jahrzehnte waren Schallplatten und ihre Cover von einer untrennbar Ästhetik, die den Zeitgeist oder ein persönliches Gefühl ausdrückten. Die Gestaltung von Plattencovern war eine Design-Disziplin für sich und neue Plattencover waren Diskussionsthema und Ausdruck einer Gesamtstimmung und Zugehörigkeit zu einer Gruppe, sei sie sozial oder von einer bestimmten politischen Einstellung geprägt. Damals waren auch die selbstaufgenommenen Kassetten, die man vielleicht seiner Angebeteten schenkte, nichteinfach nur eine „Playlist“. Oft lag ihnen ein Konzept zugrunde, mit dem man versuchte, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen oder die Beschenkte vermittels Musik in eine bestimmte, gemeinsamkeitsstiftende Stimmung zu versetzen – manchmal von Erfolg gekrönt, manchmal auch nicht.

Tapely_Start_me_upMit der Digitalisierung der Musik verschwand sukzessive die Untrennbarkeit von Design und Musik. Die CDs hatten zwar noch etwas Fläche für Bilder, aber das ist schon kein Vergleich mehr zu einem Plattencover. Inzwischen sind auch die CDs quasi verschwunden und in „Playlists“, die über USB-Sticks ausgetauscht oder über die Cloud verwaltet werden, aufgegangen. Das Gleiche gilt für die guten alten Kassetten. Die Sehnsucht aber nach Ausdrucksformen, die Musik, Ästhetik und Botschaft kombinieren, ist geblieben.

Zurück zum Gesamtkunstwerk

Tapely_Startseite

Das griechische Startup tape.ly hat den Bedarf erkannt und möchte den langweiligen Playlists etwas entgegensetzen. Musikauswahl und Musikempfehlungen sollen wieder die dazu passende Ästhetik zurückbekommen. „Wie früher mit gestalteten Kassetten kann jeder Musikfreund nun mit tape.ly sein eigenes Gesamtwerk schaffen und für sich und seine Freunde wieder Musik und Gestaltung kombinieren“, so Alexandros Nikolaidis, der Gründer von tape.ly. „Der große Unterschied zu Playlists von anderen Cloud-Diensten ist, dass der Nutzer nicht nur die Musik auswählt, sondern gleich den ganzen Bildschirm zur Gestaltung nach seinen Vorstellung und seiner Stimmung bekommt“, so Alex weiter. Und das Beste dabei: tape.ly ist komplett kostenlos.

Neben Privatpersonen, die ihren Freunden eine Freude machen wollen, werden immer mehr Medienagenturen auf die Möglichkeiten von tape.ly aufmerksam. „Ich bin selbst überrascht, wie kreativ die Nutzer sind, und freue mich täglich über neue Einsatzgebiete“. So gibt es typische Nutzer aus der Musikbranche, wie Musik-Blogs, die ihre Seiten mit tape.ly anreichern, oder Musiksendungen, die nach einer Sendung die Stücke mit entsprechenden Bilder versehen veröffentlichen. Aber eben auch ein Verlag, der einem Roman Noir ein Jazz-Mixtape beigelegt hat, oder ein Dokumentarfilmer, der eine Dokumentation über die Geschichte des Hip-Hops gedreht und die Musik aus dem Film als Begleitung auf tape.ly gestellt hat. Es gibt auch Professoren, die ihre Musikstudenten bitten, Lieder nach bestimmten Kriterien auszuwählen und über tape.ly bereitzustellen (siehe Kommentar auf Twitter), oder Fotoshootings von Stars, die mit passenden Mixtapes ergänzt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Obwohl der Dienst gerade mal ein paar Monate jung ist, sind die Nutzer bereits extrem kreativ und haben über 15.000 Tapes kreiert. „Dabei hilft natürlich auch der virale Charakter von tapely“, so Alex weiter. Niemand gestaltet ein Tape für sich selbst, sondern immer für andere. Wenn ich mein Tape fertig habe, schicke ich es meinen Freunden oder verbreite es über die sozialen Medien, sodass immer mehr Personen auf tape.ly aufmerksam werden. Inzwischen kann man sein Tape auch in Blogs und Webseiten einbinden.

Mein erstes Tape

Es ist ganz einfach, mit tape.ly seine erstes „Tape“ zu erstellen. Nach der Registrierung über die Webseite erhält man alle Werkzeuge, um Musik auszuwählen und seinem Tape hinzuzufügen und das Cover zu gestalten.

Das kann ich auch, habe ich mir gedacht. Hier also mein erster Versuch. Passend zum Blog ist das Motiv natürlich Griechenland. Allerdings wollte ich jetzt nicht einfach eine Auswahl an griechischer Musik beisteuern. Stattdessen habe ich mich für einen wilden Mix aus Stücken entschieden, die man nicht unbedingt mit Griechenland verbindet, die aber entweder einen griechischen Ursprung haben oder von Griechen neuinterpretiert wurden. Hier meine Auswahl (Auf Bild klicken oder diesem Link folgen: http://tape.ly/eulen-aus-athen) :

Tapely_EulenAusAthen-Mix

  • Jump Around – neu interpretiert von den Noise Only aus Drama
  • Misirlou – bekannt aus dem Film Pulp Fiction, Original von Tetos Demetriades
  • Honeymoon Song – von den Beatles bzw. eigentlich von Mikis Theodorakis
  • Loop de Love – von Juan Bastos. Großer Hit in den 70ern auf der Grundlage eines alten Volksliedes von der Insel Kalymnos
  • Theme from Serpico – Musik des Films Serpico mit Al Pacino und Musik von Theodorakis.
  • I remembered the time – Dirty Three. Original von Spanos und Arleta (http://en.wikipedia.org/wiki/Horse_Stories)
  • Darla Dirladada – noch eine klassische Interpretation von Dalida des Liedes aus Kalymnos. Dieses Mal von Dalida
  • Ein Schiff wird kommen – hier eine Interpretation der Marktmusikanten des Liedes von Manos Hadzidakis (bekannt vor allem über Melina Merkuri und natürlich Lale Andersen)
  • Last but not least: Zorba the Greek – diesmal interpretiert von John Murphy und David Hughes für den Film Bube, Dame, König, Gras (Lock, Stock and Two Smoking Barrells).

Vielen Dank an dieser Stelle auch an meinen Cousin Vassilis Botoulas, der mich auf einige dieser Perlen aufmerksam gemacht hat.

Wie geht es weiter?

Bis vor ein paar Wochen ist Alexandros Nikolaidis mit seinem Team noch ganz ohne Finanzierung ausgekommen. Sie haben die Lösung aufgebaut und waren selbst überrascht über den raschen Erfolg, vor allem auch außerhalb von Griechenland. Nur 5% der Nutzer kommen aus Griechenland. Der Rest aus der ganzen Welt, besonders viele aus den USA und immerhin schon 8% aus Deutschland.

Tapely-Team vor der Akropolis. Ganz rechts Alexandros Nikolaidis

Tapely-Team vor der Akropolis. Ganz rechts Alexandros Nikolaidis

Seit kurzem haben die Firmengründer jetzt eine Finanzierung über den Open Fund gesichert und streben eine schnelle internationale Expansion an. Der Dienst ist komplett kostenlos, sodass sich natürlich die Frage nach dem Geschäftsmodell stellt: Das aktuelle Angebot soll dabei weiterhin kostenlos bleiben und irgendwann durch zusätzlich Werkzeuge für Design und Umsetzung ergänzt werden, die dann kostenpflichtig sind.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht, und freue mich täglich über neue „Featured Tapes“: Selbst wer keine Muße hat, eigene Tapes zu erstellen, findet sicher etwas auf tape.ly.

WM-Loch

Der Juni scheint sich bei mir als schreibfauler Monat herauszustellen, wie schon die aussagekräftige Statistik aus dem Jahresrückblick 2013 gezeigt hat. Diesmal habe ich aber eine gute Ausrede: Die WM läuft. Und da geht traditionell nicht viel, außer arbeiten, arbeiten und eben WM (und dazwischen natürlich noch das erstaunlich gute Wetter genießen).

Bei anderen Bloggern habe ich gesehen, dass sie das Thema aufgreifen und halt WM-Spiele analysieren, wie beispielsweise die hervorragenden Fußballanalysen von Gerhard Mersmann. Auch eine Idee. Als Grieche und Deutscher, der in der Nähe der Schweiz und Frankreichs lebt (und irgendwie auch nicht weit von Belgien und Holland), vertrete ich sozusagen Europa bei der WM. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich eine gewisse Sympathie für die Mannschaften vom amerikanischen Kontinent hege, da ich das Gefühl nicht loswerde, dass die gerade das Fußball-Zepter wieder in die Hand genommen haben und dabei sind, eine neue Fußball-Ära einzuleiten (nach dem eher europäischen und irgendwann langweiligen Cartenaccio oder Tiki-Taka). Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit dem Ausgang der WM zufrieden bin und sie mir auch bis zum Schuss anschaue, ist also recht hoch.

Die Tatsache, dass ich bei unserem Firmen-WM-Tippspiel gerade um den Klassenerhalt kämpfe, hilft mir allerdings nicht, mich als Autorität zum Thema Fußball zu positionieren. Immerhin habe ich den Sieg Griechenlands gegen die Elfenbeinküste vorausgesagt (das ist dokumentiert). Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich immer auf Griechenland tippe – und 2004 mit der Strategie auch recht erfolgreich war.

Um dennoch das Thema des Blogs nicht ganz zu verlassen, habe ich noch ein paar Tipps für die Glücklichen, die gerade in Brasilien sind: Taxibeat, die super-coole App, um Taxis nach Fahrern, Autos und anderen Kriterien auszuwählen, gibt es zwar noch nicht in Deutschland, aber dafür in Brasilien. Für die Tage zwischen den Spielen kann ich noch berichten, dass erste Privat-Yachten über Incrediblue auch in Brasilien zu finden sind (die gibt es aber auch in Deutschland). Und ich habe auch schon erste peeks über Peekintoo aus Brasilien entdeckt. Leider noch keine aus einem Stadion. Würde mich freuen.

So schließt sich der Kreis wieder zum Runden im Eckigen.

Kalamata Valley

Eine Tech-Szene im Werden

Ich weiß nicht, wie viele von euch Kalamata kennen oder wer gar schon mal da war. Bekannt sind die Stadt Kalamata und die Region Messinien auf dem Südpeleponnes wegen der Oliven. Als einziges mir bekanntes „Brand“ im Bereich Oliven findet man Kalamata-Oliven und das entsprechende Olivenöl auf der ganzen Welt. Wir haben es sogar einmal in einem kleinen Supermarkt eines verschlafenen Nests in Oregon gefunden. Da meine Eltern dort ein Ferienhaus haben, habe ich das Glück, ab und zu dort meine Ferien zu verbringen – im eigenen Olivenhain, sehr schön! – und bringe uns immer eigenes Olivenöl mit, sehr lecker!

Kalamata_Valley

Dieses Jahr war ich wieder dort und habe mir gedacht, ich schau mir mal die lokale Startup- und Tech-Szene an. In meinen früheren Gesprächen ist mir aufgefallen, dass einige der Gründer, mit denen ich geredet habe, aus Kalamata kommen, wie beispielsweise die Gründer von Locish, Intelen und Peekintoo. Alle drei Startups sind inzwischen mehr in Athen, New York und San Francisco unterwegs, aber dennoch. Ich habe also eine kurze Anfrage in Facebook gepostet und siehe da: Immerhin 7 Namen sind gefallen. Ich habe mich mit einigen getroffen und so einen kleinen Einblick bekommen. Los geht’s:

Events

Einen ersten Impuls zu Organisation der Tech-Szene in Kalamata lieferte Yiorgos Dedes. Er ist selbst ein „Neig‘schmeckter“ und organisiert zusammen mit Panagiotis Lyras und weiteren Freunden das Open Coffee Kalamata. Im Open Coffee, das in Athen, Thessaloniki und anderen griechischen Städten ebenfalls organisiert wird, ist ein inoffizielles Treffen von Startups und Technologiebegeisterten. Das Open Coffee Kalamata hat sich inzwischen etabliert und finden alle 1-2 Monate statt. Yiorgos überlegt gerade, ob er auch hilft, einen Co-Working-Space zu organisieren, einmal für die ansässigen Gründer, aber warum nicht darüber hinaus für Gründer und Entwickler aus der ganzen Welt? Ich kann mir gut verstellen, dass viele gerne eine Zeitlang in einer der schönsten Gegenden der Welt zwischen Meer und Bergen arbeiten würden; vorausgesetzt es gibt WLAN – und das gibt es.

Ein anderes Event, das auch international viel Aufsehen erregt hat, ist das TEDxKalamata. Als Sommerevent konzipiert, findet die Veranstaltung mit internationalen Rednern einmal im Jahr statt – und das Besondere: Es ist weltweit die einzige TEDx-Konferenz, die in der einmaligen Atmosphäre eines antiken Amphitheaters stattfindet (in Messene).

Kochen wie ein Grieche

Ganz bescheiden wirken die beiden Unternehmer Stella Tsala und Konstantinos Kokkorogiannis, die ich im Café getroffen habe. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie das größte Portal und die größte Community mit griechischen Rezepten aufgebaut haben. Sintagespareas.gr beschäftigt inzwischen 20 Mitarbeiter, hat über 17.000 Rezepte und einige Millionen Nutzer. Wen man sich online mit griechischer Küche beschäftigen will, kommt man nicht an den beiden vorbei. Aktuell ist das Portal nur auf Griechisch verfügbar, aber die Vorbereitungen für ihren internationalen Launch laufen. Unter dem Motto „cook like a greek“ wollen sie das zentrale Portal für griechische Küche weltweit werden. Spannend fand ich auch ihren Ansatz zur verteilten Organisation des Unternehmens: Außer den beiden Gründern, die bewusst nach Kalamata gezogen sind, sind alle Mitarbeiter quer über Griechenland und die Welt verteilt – Internet, Skype und Hangouts machen es möglich.

LIA Olivenöl

Bemerkenswert fand ich auch den Ansatz von Cristina Stribacu. Ausgehend von der eigenen Olivenöl-Produktion ihres Bruders ist sie gerade dabei, ein eigenes Label für Olivenöl zu kreieren, einschließlich internationaler Vertriebsnetze über Delikatessläden in der ganzen Welt. Auch wenn Lia kein klassisches Technologie-Startup ist, fand ich doch sehr interessant, wie systematisch und professionell Cristina ihr internationales Geschäft aufbaut. Ausgehend von einem hochqualitativen Öl, verpackt in einem sehr schönen Flacon, geht Lia Olivenöl wie ein Startup vor und durchläuft aktuell das Inkubationsprogramm von Orange Grove. In Paris kann man das Öl schon kaufen. 15 weitere Städte oder Länder sind das Ziel für dieses Jahr. Ich bin gespannt, wann die ersten Delikatessen-Läden in Deutschland Lia-Öl vertreiben werden.

LIA

Organery

Der innovativste Ansatz, den ich in diesen Tagen kennen gelernt habe, kommt von den beiden Gründern von Organery, Yiannis Mourgis und Ippokratis Papadimitrakos. Ein Mülltrennungskonzept mit Kompostierung vor Ort und Gamification-Ansatz. Aber ich will noch nicht zu viel verraten, da ich dazu einen separaten Beitrag verfassen werde.

Gesamteindruck

Zugegebenermaßen ist Kalamata und die Region sicher noch nicht das Tech-Zentrum, das es vielleicht sein könnte. Aber es sind schon mehr Initiativen und Personen aktiv, als man mal eben besuchen kann. Man merkt auch, dass viele, die in der Region verwurzelt sind, oder sich Kalamata zur Wahlheimat gemacht haben, auch dort bleiben wollen. Und sie fangen an, sich zu organisieren. Die ersten Keimzellen sind da, eine Universität und eine Fachhochschule gibt es auch und seit ein paar Jahren sogar einen internationalen Flughafen. Zusammen mit der atemberaubenden Landschaft, dem urbanen Stadtkern und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in den Bergen und an oder auf der See: ein optimaler Standort für ein „Kalamata Valley“.

Kalamata_Valley_2

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt, und bleibe schon aus persönlichem Interesse sicher dran.

Guinness-Weltrekord für magische Tastatur von Fleksy

In meinem Beitrag vom März 2013 habe ich ja schon das dritte Clarksche Gesetz bemüht, um auf die Magie der Smartphone-Tastatur von Fleksy hinzuweisen. Jetzt ist es auch offiziell: Wie das griechische Portal EMEA berichtet, wurde der Weltrekord im Schnelltippen auf einem Smartphone mit der Tastatur des griechischen Startups Fleksy gebrochen.

Fleksy world record

Es gibt auch schon ein Kurzfilm zum Weltrekord:

Die Nachricht geht gerade um die Welt. Erste Pressstimmen und Infos auf die Schnelle:

Übrigens: Der frühere Weltrekordhalter war kein Geringerer als Microsoft. Das kann ja noch was werden.

Herzlichen Glückwunsch an Ioannis Verdelis und Kostas Eleftheriou. Ich freue mich, dass der Traum, den sie vor über einem Jahr formuliert haben, langsam Realität wird. Und vielleicht hilft der Weltrekord ja auch, auf ein paar andere griechische Startups aufmerksam zu machen.

 

 

Warum Griechenland besser in Form ist als Deutschland

Wenn das mal keine provokante These ist!

Eben hat mich @greekstartups auf Twitter auf einen Beitrag des Blogs Buzzable aufmerksam gemacht:

In dem dazugehörigen Beitrag berichtet Willem Sodderland über seinen Besuch in Athen und versucht, seine These zu belegen. Damit thematisiert Willem etwas, was ich auch schon seit einiger Zeit so empfinde.

Buzzable_Greek

Besser hätte ich das auch nicht formulieren können und ich freue mich, dass das Thema Innovationen aus Griechenland auch international langsam an Fahrt gewinnt.